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Podiumsdiskussion: Islam in Deutschland – Integration oder Konfrontation?

Podiumsdiskussion: Islam in Deutschland – Integration oder Konfrontation?, Wolfgang Schäuble, berlinpolis

Die Moscheebauten in mehreren deutschen Großstädten sind bei Anwohnern heftig umstritten, das Kopftuch wird als Symbol der Unterdrückung der Frauen angesehen. Die Islamkonferenz des Innenministers macht den Versuch, Brücken zu bauen, etwa bei der Einführung eines islamischen Religionsunterrichts. Kritiker sehen dagegen den von Politik und Kirchen begonnenen Dialog zum Scheitern verurteilt, da der Islam keine Aufklärung durchlaufen habe. Kann die Integration überhaupt gelingen? Oder drohen Konfrontation und Ausgrenzung?

Diese und weitere Fragen diskutierten auf Initiative von berlinpolis und dem Rheinischen Merkur am 7. Oktober 2008 Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble (CDU), Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) aus Berlin-Neukölln, Mely Kiyak, freie Publizistin und Alevitin sowie Zafer Şenocak, deutsch-türkischer Schriftsteller. Mehr als 100 Gäste verfolgten in der Landesvertretung Baden-Württemberg die kontrovers geführte Diskussion. Die Moderation übernahm Dr. Robin Mishra vom Rheinischen Merkur.

Kommentare

29.10.2008 16:31

800.000 potenzielle türkische Wähler hin oder her, aber wen sollen sie wählen? Ein Teil der Migranten ist konservativ eingestellt und neigt von den Wertvorstellungen eher der Union zu. Doch die vertritt nicht selten eine eher harte Linie gegenüber Zuwanderern. Die SPD käme hier eher in Frage, erscheint vielen Türken aber als zu wenig “bewahrend”. Die Grünen müssten im Hinblick auf ihre Multikulti-Umarmungsstrategie das Wählerherz von Zuwanderern eigentlich im Sturm erobern. Doch können nicht wenige Migranten mit anderen grünen Themen wie rigorosem Umweltschutz oder Homo-Ehe wenig anfangen. Auch Linkspartei und FDP passen nicht wirklich ins Wunschprofil.

Weshalb also hat sich nie eine Partei gegründet, die ganz speziell die Interessen von Zuwanderern vertritt - während sich in Schleswig-Holstein oder Brandenburg seit Urzeiten eigene Parlamentarier nur für die Belange von Sorben und der dänischen Minderheit einsetzen?

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