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thinktank #10 - Wahlkampf

thinktank #10 - Wahlkampf, berlinpolis

Der Kampf für die Wahl mutiert in Zeiten zunehmender politischer und parteiischer Perspektivlosigkeit zum Kampf für den Erhalt der Demokratie, wenn die Flucht der Wähler in die Nichtwahl immer mehr zunimmt. Weder große noch kleine Parteien schaffen es, mit Ideen und Konzepten zu überzeugen, obwohl das Interesse vor allem junger Menschen an Politik evident ist. Wahlkampf oder Wahlkrampf? Die Autoren der Herbstausgabe von „thinktank“ gehen den neuen Strömungen nach und kommen zu Ergebnissen, die Realitätsverweigerern die Argumente nehmen. Jörg Schönenborn resümiert nach 10 CDU-Wahlen einen Verlust von insgesamt 53 Prozentpunkten für die Union. Zukunftsforscher Matthias Horx geht hart mit den Populisten in Österreich ins Gericht und zieht daraus eine paneuropäische Bilanz. Michael Spreng macht in einem Interview die zunehmende Sprach- und Emotionslosigkeit in der Politik für das Dilemma verantwortlich. Außerdem im Heft: Interviews mit Dagmar Wöhrl und Gertrud Höhler und ein Special zu Mobilität, darin: Alternative Kfz-Antriebe im 5-Thesen-Check.

Die Wähler wissen,  was sie wollen –  aber sie wissen nicht,  wen sie wollen“ von Jörg Schönenborn

Der Medianwähler und das Ende der Reformpolitik“ von Oliver Marc Hartwich

Kandidaten-Kür“ von Karl-Rudolf Korte

Wir haben hier zulande den Stellenwert von Politik noch nicht verstanden“ von Gertrud Höhler

Die Entsorgung der Zukunft“ von Matthias Horx

Kommentare

20.11.2008 12:15

Ständig lese ich unser Wahlkampf solle sich an dem der Amerikaner messen. Sie seien schon viel weiter, viel besser und gerade durch das Mikrotargeting auch viel erfolgreicher.

Ich halte davon wenig. Unser politisches System ist mit dem der Amerikaner nicht zu vergleichen. Ein Personenwahlkampf in Deutschland ist auch nicht wünschenswert, schließlich ist auch unsere gesamte Politik nicht auf Personen ausgerichtet. Das hebt uns von den Amerikanern ab, und macht meiner Meinung nach unsere Demokratie zu einer besseren Demokratie.

Auch hat es unserem Wahlkampf eher geschadet als geholfen, als die Verbote von Beleidigungen und direkter Erwähnung anderer Parteien aufgehoben wurden. Ich erinnere mich noch an Wahlplakate mit Inhalten!

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