thinktank Politikbrief

Wie schaffen wir nachhaltiges Wachstum?

Dominique Döttling

von Dominique Döttling

Im August 2009 forderte die alte und neue Kanzlerin eine „Abkehr von  einem einseitigen Wachstumsdenken“. Nicht nur die Weltwirtschaft,  auch der Begriff „Wachstum“ steckt derzeit in einer Krise. Die  Umweltverschmutzung und Klimaveränderungen, vergebliche Sinnsuche in  Konsum und unethisches Verhalten in Unternehmen werden dem Streben  nach Wachstum angelastet. Dennoch wird mit Blick auf die  Staatsschulden und die Prognosen zur demografischen Entwicklung  Wachstum für die deutsche Gesellschaft wichtiger denn je. Wie entsteht Wachstum? Wachstum ist die natürliche Folge des 
menschlichen Strebens nach Mehr – mehr Geld, mehr Bildung, mehr  Wohlstand, mehr Freizeit, mehr Spaß. Es ist Aufgabe der Politik,  dieses Streben zu fördern und vorab Möglichkeiten zu schaffen und  Hindernisse wie unnötige Regelungen und Gesetze zu beseitigen. Die  neue Regierung muss hier über Lippenbekenntnisse herauskommen. Zur großen Herausforderung wird die Nachhaltigkeit. Wachstum durch  Umweltzerstörung und Schuldenanhäufung kostet uns Zukunft.  Deutschland sollte hier Initiative ergreifen und in Kooperation mit  anderen Regierungen verbindliche Rahmenbedingungen schaffen für die  Bewertung und damit auch die Besteuerung von Ressourcen und für ein  globales Finanzmarktregelwerk.

Dominique Döttling ist Unternehmerin und Expertin für Veränderungsprozesse.

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